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Burgenland: Lese- und Sprachtraining mit mini-PHILIPP |
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mini-PHILIPP hilft Leseschwächen abzubauen Die Burgenländische Familienlandesrätin Verena Dunst informierte im Rahmen einer Pressekonferenz mit LSR Dr. Gerhard Resch und der Buchklubvorsitzenden Christa Prets, dass der vom Österreichische Buchklub der Jugend entwickelte mini-PHILIPP gemeinsam mit dem Familienreferat des Landes Burgenland wieder allen Kindern bei der Schuleinschreibung überreicht wird. Das Vorlese- und Spielebuch mini-PHILIPP stellt für die elementare Bildung einen immens wichtigen Beitrag dar. Denn Kinder mit Sprachdefiziten haben es schwerer, den steigenden Anforderungen der Schule gerecht zu werden. Versäumtes kann oft nicht mehr - oder nur mit sehr viel Aufwand für das Kind, durch die Eltern und LehrerInnen - nachgeholt werden, so Landesrätin Verena Dunst.
mini-PHILIPP ist ein ausgezeichnetes Instrument der Leseförderung. Mit minimalem Aufwand kann man den vorhandenen Leseschwächen maximal entgegenwirken. Das Buch wird den Kindern somit bewusst bei der Schuleinschreibung zur Verfügung gestellt, betont Landesrätin Verena Dunst. Das heißt, alle Kinder werden bei der Einschreibung für das Schuljahr 2011/2012 im Rahmen von einfachen Gesprächen getestet und bekommen das Buch kostenlos. Bei diesem Schnuppergespräch wird ein besonderes Augenmerk auf Kinder mit sichtbaren Lernschwächen gelegt. Das Jahr vor dem Schuleintritt ist für die Behebung von Lernschwächen von besonderer Bedeutung. Der mini-PHILIPP kann dabei sehr hilfreich sein, um festgestellte Schwächen in kurzer Zeit auszugleichen. Wir leisten damit einen flächendeckenden Beitrag zur vorschulischen Leseförderung, so Dunst. Lesen bildet, Lesen schärft die Sinne, das ist, so denke ich, allen bekannt. Diese Initiative ebnet den Weg dorthin - gerade in den frühen Kinderjahren - und da ist das Erwecken der Freude am Buch, auf welche Art auch immer, besonders wichtig, betont LSR-Präs. Dr. Resch.
Anzahl an AnalphabetInnenDie Gründe für Analphabetismus sind vielschichtig sowie die dementsprechenden Auswirkungen. Nicht selten spielen familiäre und soziale Verhältnisse eine große Rolle. Weltweit gibt es laut UNESCO in etwa 796 Millionen AnalphabetInnen. Fast 2 Drittel von ihnen sind Frauen. In Österreich sind es offiziell über 300.000 Menschen, die weder schreiben noch lesen können. ExpertInnen schätzen die tatsächliche Zahl der AnalphabetInnen aber höher ein. Im Burgenland liegt die Zahl bei ca. 30.000 Menschen. Die häufigste Form ist der Funktionale Analphabetismus, das ist die Unfähigkeit, die Schrift im Alltag so zu gebrauchen, wie es als selbstverständlich angesehen wird. Funktionalen AnalphabetInnen fällt es schwer, einen Lese- und Schreibkurs zu beginnen und damit auch das Problem zuzugeben. Sie sind somit in vielerlei Hinsicht Außenseiter sie kommen beruflich nicht voran, nehmen kaum am öffentlichen Leben teil, sind psychisch angespannt, oft depressiv, haben Beziehungsprobleme. Dieser Teufelskreis von mangelndem Selbstwertgefühl und Unsicherheit führt dann leider immer wieder und immer tiefer in die soziale Isolation. Zudem sollte man nie vergessen, dass Lesen und Schreiben der Schlüssel für ein lebenslanges Lernen ist., sagt Dunst.
Vorschulische Lese- und Sprachförderung mit mini-PHILIPPSprachliche Förderung ist bereits im Kindergarten äußerst sinnvoll. Es geht nicht darum, ein Jahr früher mit der Schule zu beginnen. Sondern es geht darum, die optimalen Lernbedingungen eines Kindergartens zu nutzen. Der mini-PHILIPP ist eine absolut positive Hilfsform der Lernunterstützung, wobei eine nachhaltige Wirkung erzielt wird., erklärt Dunst. Der mini-PHILIPP ist ein gemeinsames Projekt vom Land Burgenland und dem Buchklub. Landeshauptmann Hans Niessl und Landesrätin Verena Dunst investieren auch im Schuljahr 2011/2012 wieder in die Lese- und Lernzukunft der Kinder. 12.000 werden wieder in die Hand genommen. Die bewährte Aktion findet bereits zum fünften Mal in Folge statt.
Sprachliche FrühförderungIm Rahmen der 15a-Vereinbarung zum institutionellen Ausbau der Kinderbetreuung wurden vom Bund bis zum Jahr 2010 finanzielle Mittel zur sprachlichen Frühförderung zur Verfügung gestellt. Im neuen Abkommen, welches von 2011-2014 gilt, ist leider keine finanzielle Unterstützung mehr für die sprachliche Frühförderung vorhanden. Trotz des enormen Drucks der Bundesländer wurde kein Geld für die sprachliche Frühförderung fixiert. Wenigstens haben wir erreicht, dass noch im Oktober eine diesbezügliche Verhandlungsrunde stattfindet. Unser aller Ziel kann es nur sein, dass die sprachliche Frühförderung weitergeht. Wer hier spart, der haut den jungen Menschen riesige Brocken in den Weg", so Dunst.
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