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ALLEINERZIEHERiNNEN

AlleinerzieherInnen? Alleinverantwortung? Was bedeuten diese Begriffe?
Die Situation allein erziehender Mütter oder Väter ist nicht immer einfach; sie als Herausforderung zu sehen und zu versuchen das Beste daraus zu machen scheitert manchmal an den schwierigen Rahmenbedingungen.
Allein erziehende Mütter und Väter müssen Kinder, Arbeit und Haushalt managen, haben oft nicht die Möglichkeit einen Job mit kindgerechten Arbeitszeiten zu finden, die Öffnungszeiten der Kinderbetreuungseinrichtungen sind nicht immer mit der Arbeit vereinbar und die finanzielle Situation ist insgesamt oft schwierig. Belastungen also, die alle Familienmitglieder - Mutter/Vater und Kind/er besonders fordern.
Aber es gibt nicht nur Probleme! Auf der folgenden Homepage findest du einen interessanten Beitrag über Vorurteile und Klischees bezüglich AlleinerzieherInnen und im Vergleich dazu die realen Fakten: http://www.alleinerziehen.at/

"Allein erziehen" muss natürlich nicht nur durch eine Trennung, Scheidung oder den Tod eines Elternteils "verursacht" werden, es kann auch eine ganz bewusste Entscheidung, aber auch eine ungeplante und nicht ganz freiwillig "gewählte" Form sein (z. B. durch ungewollte Schwangerschaften).

Wie geht es eigentlich den Kindern?
Trennungen sind für Kinder und Jugendliche immer schwierig und oft wird in solchen Krisenzeiten gerade auf ihre Bedürfnisse vergessen.
Dann kann es passieren, dass die Erfüllung der drei wesentlichen menschlichen Grundbedürfnisse -

  • das Bedürfnis nach Geborgenheit und Sicherheit,
  • das Bedürfnis nach Zuwendung, das mit zunehmendem Alter auch das Bedürfnis nach sozialer Akzeptanz einschließt, und
  • das Bedürfnis nach Entwicklung (der Persönlichkeit und der Fähigkeiten).

vernachlässigt wird. Mehr dazu findest du auf http://www.alleinerziehen.at/
Wenn du über deine Rechte Bescheid wissen möchtest, schau auf: http://www.kinderhabenrechte.at/ oder http://www.kija.at/.

In jedem Fall ist es in schwierigen Situationen wichtig und notwendig, dass man einander zuhört und sich und die anderen in ihren Bedürfnissen ernst nimmt. Und es braucht vor allem Geduld, gegenseitiges Entgegenkommen und Respekt.

Einige Daten und Fakten rund um AlleinerzieherInnen

In 20,5 Prozent aller Wiener Familien gibt es - laut Volkszählung 2001 - nur einen Elternteil. In absoluten Zahlen sind das 83 640 Familien! Von den Familien mit Kindern unter 15 Jahren sind es sogar 28 Prozent. Die überwiegende Mehrheit - nämlich 84 Prozent - der Wiener AlleinerzieherInnen sind Frauen.
Was sind die Gründe dafür? Vielleicht möchtest du mit deinen Freunden oder in der Klasse darüber diskutieren, warum es weniger allein erziehende Väter als Mütter gibt.
Informationen zum Thema findest du hier: http://www.teachsam.de/pro/pro_men/thm/vater/pro_men_vat_0.htm

Die Zahlen zeigen, dass es keine Seltenheit ist, "nur" bei seiner Mutter oder bei seinem Vater groß zu werden. Das war natürlich nicht immer so. Die Zeiten, in denen man in Großfamilien zusammengelebt hat - mit Urgroßeltern, Oma, Opa, Eltern, Geschwister unter einem Dach - sind allerdings schon länger vorbei. Warum sich Familienmuster und -strukturen geändert haben, dafür gibt es viele Gründe - wirtschaftliche, gesellschaftliche, soziale. Wie auch immer deine Familie aussieht: Erwiesenermaßen hat das Wohlbefinden nicht ausschließlich mit der Familienform zu tun.

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