Cover DIE KUNST DES ERZÄHLENS
Erzählformen

Grundsätzlich unterscheidet man zwischen zwei Erzählformen...

  • Erzählung in der 1. Person (ICH-Form)

  • Erzählung in der 3. Person (ER/SIE-Form)

Meistens ist ein Text durchgehend in der ICH-Form oder in der ER/SIE-Form verfasst, nur selten werden beide Formen abgewechselt, so wie in "Caro & Karoline".

 

Innerhalb dieser Erzählformen gibt es nun unterschiedliche Möglichkeiten, Gedanken und Gefühle auszudrücken:

 

 

Erzählerbericht:


Der Erzähler informiert über Geschehen, Handlung, Ort, Zeit.
ER/SIE-Form
Welche Zeit kann man verwenden? Meist wird das Präteritum oder das Plusquamperfekt verwendet, aber auch das Präsens ist möglich.
Beispiel: Er war nun schon fünf Stunden unterwegs und hatte großen Durst. Er ist nun schon fünf Stunden unterwegs und hat großen Durst.

 

Direkte Rede:


Der Erzähler überlässt das Wort seinen Personen.
ICH-Form
Welche Zeit kann man verwenden? Präsens und Perfekt
Beispiel: Er sagte: „Ich bin nun schon fünf Stunden marschiert und habe großen Durst.“

 

Innerer Monolog:


Die Gedanken einer Person werden einfach aneinandergereiht. Die Sätze sind unvollständig, es gibt Assoziationen (Assoziationen sind Verknüpfungen von Gedanken) und Gedankensprünge.
ICH-Form
Welche Zeit kann man verwenden? Präsens und Perfekt
Beispiel: Fünf Stunden bin ich nun schon unterwegs, und das bei dieser Hitze. - Ich habe Durst... Ein eiskaltes Cola wäre schön... Aber nein, ein Schluck Wasser würde auch reichen. Wie weit ist es noch?

 

Erlebte Rede:


Der Erzähler gibt die Gedanken und Gefühle seiner Person wieder.
ER/SIE-Form
Welche Zeit kann man verwenden? Man verwendet meistens Präteritum und Plusquamperfekt.
Beispiel: Er hatte Durst. Wie sehr sehnte er sich nach einem eiskalten Cola. Aber auch ein Schluck Wasser würde reichen. Musste er noch weit gehen?

 

 


 

Übungsvorschläge

 

  • Lies dir die ersten Seiten von "Caro und Karoline" nochmals durch und bestimme, welche Erzählform und welche Art, Gedanken und Gefühle auszudrücken, verwendet wird!

  • Suche dir in deinem Text eine Passage, die im iInneren Monolog verfasst ist, und setze sie in die erlebte Rede!

  • Suche dir in deinem Text eine Passage, die in der erlebten Rede verfasst ist, und setze sie in den inneren Monolog!

  • Stell dir vor, du hast dich selbst gerade über deine Mutter oder deinen Vater geärgert! Schreibe deine Gedanken in der Form des inneren Monologs und anschließend in der erlebten Rede auf!

 

Falls du Lust hast, kannst du die folgende interaktive Übung aufrufen und die Texte bestimmen...

 

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