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DIE BESTE FREUNDIN - DER BESTE FREUND
Zu Antje von Stemm/Franziska Biermann: Zwei Freundinnen packen aus

Wie du sicher aus eigener Erfahrung weißt, lockert sich die enge Beziehung zu den Eltern, wenn aus Kindern Jugendliche werden. Teenager verlassen sich stattdessen zunehmend auf die Unterstützung von FreundInnen. Freunde und Freundinnen werden als InformantInnen, RatgeberInnen, TrösterInnen und manchmal auch SpötterInnen die wichtigsten BegleiterInnen. Da man mehr Zeit außerhalb der Familie verbringt, gewinnt der Freundeskreises größere Bedeutung. Man ist häufig einer Meinung, übernimmt ähnliche Wertvorstellungen fühlt sich gut aufgehoben, verstanden und findet Geborgenheit und Orientierung. Außerdem übernehmen FreundInnen eine wichtige Funktion im Ablösungsprozess von den Eltern. Wie du sicher schon selbst erfahren hast, gelten in den gleich- oder ähnlichaltrigen Gruppen gewisse Regeln, die nicht nur verbinden, sondern auch Sicherheit vermitteln und so die Durchsetzung und Entwicklung von persönlichen Interessen gegenüber den Eltern erleichtern.

Selbstverständlich kann es auch zu kleineren oder größeren Konflikten zwischen FreundInnen kommen. Aber das ist ganz normal und wenn die Freundschaft stark ist, wird sie auch nichts so schnell erschüttern. Natürlich muss man auch etwas dafür tun.

10 Punkte an, die eine Freundschaft haltbar machen:

  • Ehrlichkeit
  • Vertrauen
  • Toleranz
  • Mitgefühl
  • Großzügigkeit
  • Wertschätzung
  • Selbstkritik
  • Grenzen setzen
  • Verlässlichkeit
  • Loyalität

Auch der Verein Zartbitter in Köln, eine Kontakt- und Informationsstelle für Mädchen und Jungs gegen sexuellen Missbrauch, hat die Bedeutung der besten Freundin erkannt. Ein Lied trägt den Titel "Beste Freundin". Du kannst den Text auf der Homepage von Zartbitter lesen und du kannst dir dieses Lied auch anhören: http://www.zartbitter.de/

Oft heißt es, dass Mädchenfreundschaften sehr intensiv sein können. Aber was ist mit den Jungs?
Eine Studie hat herausgefunden, dass Buben zwar nicht so viel über persönliche Dinge (wie zum Beispiel Sexualität) sprechen, aber auch von ihnen gleichgeschlechtliche Freunde als wichtigste Stütze bezeichnet werden. Bei Jungenfreundschaften stehen eher gemeinsame Aktivitäten wie z. B. Sport im Vordergrund, und nicht so sehr "das Reden". Jungs fühlen sich in ihren Cliquen wohl, denn da können sie selbst sein, in diesem Kreis hat ihr "Eigenes" Platz und sie haben auch die Möglichkeit, bei Bedarf über alles zu reden. Der Mythos, dass es zwischen Buben keine richtige Freundschaft gibt bzw. diese keine hohe Bedeutung hat, kann nicht bestätigt werden.

"Je fester eine Freundschaft zwischen Frauen, desto wortreicher.
Je fester eine Freundschaft zwischen Männern, desto wortkarger."
Diesen Spruch kannst du auf der folgenden Seite nachlesen - und vielleicht findest du dort auch noch andere interessante Infos:
http://www.juppidu.de/juppidu/interessantes/ein%20freund%20ein%20guter%20freund.html

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