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MOBBING
Zu Lars Maehle: Der tunesische Torwart / Endre Lund Eriksen: Beste Freunde, kapiert!

Wursti (aus "Der tunesische Torwart) und Terje (aus "Beste Freunde, kapiert!") sind Außenseiter in ihrer Klasse. Die beiden haben gemeinsame Merkmale. Sie sind einerseits übergewichtig und entsprechen damit nicht dem so genannten Schönheitsideal. Ihr Aussehen macht sie also anders und damit stehen sie zugleich außerhalb der Klassengemeinschaft. Außerdem sind beide zugezogen und haben nicht immer dort gelebt, wo die Geschichten spielen. Wursti ist erst vor fünf Jahren übersiedelt und Terje kommt überhaupt ganz neu in die Klasse. Beide werden von ihren KlassenkollegInnen gehänselt, ausgelacht und verspottet. Es kommt zu Prügelein und sie finden nur schwer FreundInnen.

Was passiert da? Vielleicht hast du schon mal das Wort Mobbing gehört und weißt auch, was es bedeutet?! Der Ausdruck stammt aus dem Englischen. Mob heißt "Meute", "to mob" bedeutet jemanden anpöbeln, über jemanden herfallen. Wenn Schüler und Schülerinnen andere SchülerInnen fertig machen, ausschließen oder erpressen bezeichnet man dieses Verhalten als Mobbing unter SchülerInnnen. Mobbing kann es aber in jedem Bereich geben - zum Beispiel auch am Arbeitsplatz.
Wie kann es aber dazu kommen, dass manche Menschen gemobbt werden? Wie entsteht Mobbing?

Eindeutige "Täter- und Opferbeschreibungen" gibt es nicht - auch wenn das immer wieder behauptet wird. Es gibt nicht "den" Opfer-Typ, wohl aber können bestimmte Persönlichkeitszüge diverse Situationen verschärfen. So können z. B. Kinder und Jugendliche zu Opfern werden, die ängstlich oder überangepasst erscheinen und ein geringes Selbstwertgefühl haben. Oder es trifft SchülerInnen, die besonders gutgläubig und vertrauensvoll auf ihre MitschülerInnen zugehen.
Bei SchülerInnen, die andere belästigen oder demütigen, ist häufig zu beobachten: Sie demonstrieren Überlegenheit (meist körperliche), sie zeigen sogenanntes Führer-Verhalten und haben entsprechende MitläuferInnen in einer Cliquen.


Warnsignale dafür, dass jemand "gemobbt" wird, können sein, dass Kinder und Jugendliche nicht mehr zur Schule gehen wollen, sich wünschen dorthin begleitet zu werden, ihr Geld "verlieren" (weil sie erpresst werden), keine Erklärungen für ihr Verhalten geben können, zu stottern beginnen, sich zurückziehen oder Albträume haben.

Die Aussage, dass Mobbing-Opfer ängstlich und unsicher sind, ist nicht völlig falsch, aber das sagt z. B. nichts darüber aus, warum sich ein/e SchülerIn unsicher fühlt und deshalb zum Außenseiter wird. Allgemein gültige Patentrezepte, wie Betroffene mit diesem Problem umgehen können, gibt es leider nicht - das ist, entsprechend der individuellen Persönlichkeit, von Fall zu Fall verschieden. LehrerInnen können helfen, wenn sie das Thema Mobbing in der Klasse zur Sprache bringen. Durch gemeinschaftliche Aktionen und Gespräche kann es gelingen, dass die Gründe für Außenseitertum erkannt und die Betroffenen schließlich in die Klassengemeinschaft aufgenommen werden. Die Hauptschule Hallein-Burgfried hat sich mit der Außenseiter-Problematik in besonderer Weise auseinander gesetzt und dazu eine Homepage gestaltet.

LINKS

Wenn du Rat und Hilfe brauchst, findest du auf dieser Seite vielleicht Unterstützung:
http://www.wien.gv.at/menschen/magelf/kids/talkbox.html

Zu Mobbing in der Schule kannst du Folgendes nachlesen:
http://rataufdraht.orf.at/
http://www.lernquadrat.at/lernquadrat2.php?katid=5&id=17&text=305&p=0&q=
http://www.eduhi.at/index.php?url=themen&top_id=1279

Diese Links sind zwar nicht speziell für Kinder und Jugendliche, aber du findest sicher auch interessante und brauchbare Infos:
http://www.gesund.co.at/framgen.asp?url=/gesund/Mobbing.htm
http://www.mobbingwerkstatt.de/
http://www.zeitzuleben.de/inhalte/be/kommunikation/mobbing_1_einfuehrung.html

 

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