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Jugendliche der Fünfzigerjahre hatten es
- wie die Jugendlichen heute - nicht leicht. Wer "in" und "dabei"
sein wollte, musste im Trend liegen. Der wiederum wurde von der
Werbung und - vielfach zumindest - vom großen Vorbild der
Siegermacht des 2. Weltkrieges, den USA, vorgegeben.
Stoffe mit hohem Kunstfaseranteil
waren "in". Materialien wie Diolen
hielten die Form, daher auch die Bügelfalten,
mit denen auf dem Bild nebenan Werbung gemacht wurde.
Diolen übersteht jeden Regenguss!
Mädchen und junge Frauen trugen
weite Röcke oder Hosen, die sich vorteilhaft für die
Beifahrerinnen auf Zweirädern erwiesen.
Autos waren - gerade
unter Jugendlichen - noch selten. Deshalb boomte
die Zweiradbranche. Man fuhr
Vespa-Roller der Firma Messerschmitt, Puch oder
Zündapp (Siehe Bild!).
Männer mussten gepflegt
und bartlos sein. Man rasierte sich also, sobald
man einen Bart hatte. Damit "Mann"
auch gut duftete, verwendete er Rasiermittel, die
zudem noch ein leichteres und bequemeres Rasieren
mit Elektrorasierern versprachen, da sie ein Aufstellen
der Bartstoppeln bewirkten. Pitrell vor der Rasur,
Pitralon nach der Rasur ... Die Haare behandelte
man vor dem Kämmen mit Brillantine, einer
parfümierten Pomade, damit die nach hinten
gekämmten Haare ihre Form möglichst auch bei Roller-
und Motorradfahrten beibehielten. Auf den Bildern
von James Dean und Peter Kraus ist das gewünschte
"glänzende" Ergebnis zu erkennen. Mädchen
trugen wie bereits erwähnt entweder Hosen oder weite
Röcke. Unter den Röcken trugen sie den Petticoat,
einen weiten Unterrock mit Versteifungen oder aus
gestärkter Baumwolle.
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