LEUKÄMIE

 


INFOSEITEN

 

Leukämie
  Genaue Informationen über die Krankheit und ihre Therapie...
Leukämie
  Infoseite
Leukämieseite der Kinderkrebshilfe
  Eine einfache und kindgerechte Seite zum Thema.
Hier kommen auch betroffene Kinder zu Wort und du erfährst, wie der Alltag eines leukämiekranken Kindes aussieht.
St.-Anna-Kinderspital
   

ST. ANNA KINDERSPITAL WIEN

Sadako hat als Folgeerscheinung des Atombombenabwurfes Leukämie (Blutkrebs).

Das Wort kommt aus dem Griechischen und ist eine Zusammensetzung aus Leukos (= weiß) und Haema (= Blut). Leukämie ist eine Erkrankung des Gewebes, das die weißen Blutkörperchen (Fachausdruck: Leukozyten) bildet. Es wird eine Vielzahl von Vorstufen der weißen Blutkörperchen gebildet. Diese vermehren sich unkontrolliert. Dadurch werden aber andere wichtige Blutbestandteile, z. B. die roten Blutkörperchen (Fachausdruck: Erythrozyten) und funktionsfähige weiße Blutkörperchen oder Blutplättchen (Fachausdruck: Thrombozyten) reduziert.

Menschen, die an Leukämie erkrankt sind, leiden zum Beispiel an Blässe, Müdigkeit, Knochenschmerzen (Sadako wurde bei ihren Versuchen, im Spital zu laufen, müde und hatte Schmerzen), blauen Flecken, Schwellungen der Lymphdrüsen und Petechien. Das sind stecknadelgroße Blutungen in der Haut, die wie rote Tupfen aussehen. Sadako hatte diese Punkte auch auf den Beinen; die kleine Yuki hatte sie im Gesicht.

Leukämie kann bei Kinder und Erwachsene auftreten. Sie ist jedoch die häufigste Krebserkrankung im Kindesalter. Kinder haben häufiger die akute (gefährlichere) Leukämie, Erwachsene meist die chronische (weniger schwere) Form.

Die Ursachen für Leukämie sind noch nicht ganz geklärt. Als sicherer Risikofaktor gilt aber der Einfluss von Radioaktivität, wie das bei einem atomaren Unfall oder einer Atombombenexplosion der Fall ist. Nach dem Unfall im Atomkraftwerk Tschernobyl 1986 zum Beispiel hat es eine Häufung von Leukämiefällen im Umkreis des Kraftwerkes gegeben. Auch wenn regelmäßig kleinere Mengen von Radioaktivität auf den Körper einwirken, wie das zum Beispiel der Fall sein kann, wenn man in der Nähe einer Wiederaufbereitungsanlage wohnt, ist die Gefahr höher, an Leukämie zu erkranken. Auch Rauchen erhöht allerdings das Risiko.

Wenn nun ein Mensch an Leukämie erkrankt ist, ist das natürlich sehr schlimm. Die Medizin macht aber ständig Fortschritte, und wenn die Krankheit rechtzeitig erkannt wird, ist in vielen Fällen auch Heilung möglich.

Die Patienten bekommen während der so genannten Chemotherapie Zytostatika (das sind Medikamente, die das Wachstum der Zellen verhindern sollen), Bestrahlungen oder – wenn sich ein geeigneter Spender findet – Knochenmark- bzw. Stammzelltransplantationen. Spenden kann jeder gesunde Erwachsene bis zum 50. Lebensjahr, wichtig ist allerdings (wie beim Blutspenden), dass die Gewebetypen von Spender und Empfänger übereinstimmen.


Erläuterungen:

Gewebe: Verband von Zellen

Transplantation: lat. "Verpflanzung"; Verpflanzung von Gewebe oder von Organen

Tschernobyl: Stadt und Atomkraftwerk in der Ukraine

 

Zur Startseite ...