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Der
Grundstein für die Entwicklung des österreichischen
Cricketsports wurde 1975 mit der Gründung des Vienna Cricket
Clubs durch einen australischen Englischlehrer gelegt, der
meinte, dass sich seine an Cricket interessierten Schüler in Österreichs
erstem Cricketclub zusammenschließen sollten. Vorerst spielte man
auf Plätzen ohne geeignete Pitches und nur mit der nötigsten
Grundausrüstung. Die Gegnermannschaften dieser Anfangstage
bestanden aus Botschaftspersonal aus Ländern, in denen Cricket
gespielt wird.
Es gab auch keinerlei organisierte Liga- oder Cupspiele. Erst in
den frühen 90er Jahren wurde eine formelle Liga ins Leben
gerufen, die Austrian Open League. Der Vienna Cricket Club gewann
diese Liga 1992 und war seither immer unter den drei
Bestplatzierten.
Seit seiner Gründung hat sich der
Verein durch verschiedene Programme zur Verbreitung des
Cricketsports in Österreich eine Pioniersstellung erarbeitet.
1993 wurde das Projekt „Jugendarbeit“ ins Leben gerufen. In
diesem Rahmen wurden Schulen besucht, Kinder und Jugendliche zwischen 11
und 18 Jahren trainiert, Turniere organisiert und Trainingscamps
geleitet. Aus der Gruppe dieser Jugendlichen haben sich fünf
mittlerweile zu äußerst wertvollen Vereinsmitgliedern entwickelt
und bereits in der österreichischen Nationalmannschaft
internationale Erfahrung gesammelt.
Als erstem österreichischen Cricketclub
ist es dem VCC gelungen, einen Cricketplatz von internationalem
Standard zu errichten. Der Platz in Seebarn, einem kleinen Ort
etwa 20 km nordwestlich von Wien – noch 1994 ein Rübenfeld –
war dank engagierter Arbeit der Mitglieder bereits 1996 ein
gefragter Austragungsort internationaler Matches, nicht zuletzt
wegen des Artificial Notts Sports Wickets, eines der besten in
Europa, das seither immer wieder Touringteams aus aller Welt
(Italien, Frankreich, Deutschland, England, Australien, …) nach
Seebarn bringt.
Es sind die Mitglieder des Vienna
Cricket Clubs, die seit langem schon das Rückgrat sowohl der Österreichischen
Hallen- als auch der Outdoor Nationalmannschaft bilden. Der VCC
besteht hauptsächlich aus gebürtigen Österreichern, unterstützt
durch einige Südafrikaner, Engländer, Pakistanis, Australier und
Inder. Die Mitgliederzahl hält bei etwa 35, zwei Drittel davon
sind aktive Spieler.
Begehrtester Titel im österreichischen
Cricketsport ist der des Open League Champions, um den seit den frühen
90er Jahren sehr gekämpft wird. Anfangs stellten nur
wenige Vereine eine Open League Mannschaft, mittlerweile umfasst
die Liga 10 Vereine, die ihre Spiele in Seebarn und Velden (Österreichs
zweiter Cricketplatz, einer von Europas schönsten) auf sehr hohem Niveau austragen. Seit 1999 bereichert
ein „knock-out“ Cup die heimische Cricketszene, um den außer
den österreichischen auch Mannschaften aus Prag, Warschau,
Ljubljana, Budapest und Zagreb spielen.
©
http://www.oe-journal.at/0100/14_040100.htm (bearbeitet)
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