DIE WÜSTE GOBI
Heimat der Dinosaurier...

 

Die Wüste

SANDWÜSTEDie Wüste Gobi liegt in Zentralasien und gehört zum einen Teil zur Mongolei, zum anderen Teil zu China. Sie ist rund 2000 km lang und umfasst Sandwüste, Salzsümpfe und Salzseen, aber auch Steppengebiete, in denen Viehzucht betrieben wird. Bewohnt wird sie von Mongolen, die als Nomaden das Gebiet durchstreifen.

Die Wüste Gobi wird seit Jahrhunderten von Karawanenstraßen durchquert. Seit 1955 erhalten die Karawanen Konkurrenz durch die Transmongolische Eisenbahn.

Das Klima ist trocken; es gibt also wenige Niederschläge, am ehesten in den Sommermonaten. 260 Sonntage im Jahr sind keine Seltenheit. Wenn du aber denkst, dass es in der Wüste Gobi das ganze Jahr hindurch heiß ist, dann täuscht du dich sehr. Die Temperatur kann zwar im Sommer über +35°C betragen, im Winter allerdings ebenso -30°C erreichen. Schnee liegt oft noch im April; die Seen können bis Juni zugefroren sein.

 

Die Dinosaurier der Wüste Gobi

Wüsten sind für uns Stadtmenschen an sich schon interessant und geheimnisvoll. Die Gobi trägt nun ihren Teil durch Dinosaurierfunde bei...

Ein Beispiel ist Protoceratops, einer der ersten Horn-Dinosaurier, obwohl ihm noch Hörner fehlen. Dafür hat er bereits einen gut erkennbaren Nackenschild. Er ist einer der berühmtesten Dinosaurier der Erde. Man kennt rund 80 Skelette von ihm; an Hand verschiedenartiger Ausbildungen des Nackenschilds meinen Paläontologen (Paläontologie ist die Wissenschaft von den versteinerten Tier- und Pflanzenresten) sogar, zwischen Männchen und Weibchen unterscheiden zu können.

Eine weiteres Beispiel ist der Oviraptor (= dt. "Eiräuber"). Die bis zwei Meter großen Tiere lebten vor ca. 70 Millionen Jahren. Sie liefen auf ihren Hinterbeinen und hatten Ähnlichkeit mit flugunfähigen Vögeln. Ihr Kiefer war mit einem Schnabel ausgestattet. Dieser Schnabel diente allerdings nicht, wie man lange Zeit meinte, zum Ergreifen von Eiern, sondern zum Sammeln von Süßwassermuscheln, die mit dem Schnabel aufgebrochen wurden.

Amerikanische Wissenschaftler haben in der Wüste Gobi allerdings auch eine "echte" Vogelart, die vor rund 80 Millionen Jahren gelebt hat, gefunden. Sie nannten das Tier Apsaravis ukhaana. Besonders interessant ist, dass der Flugapparat des Vogels bereits durchaus dem heutiger Vögel entspricht.

Nach neuesten Erkenntnissen sind viele Dinosaurier, deren Überreste in der Wüste Gobi gefunden wurden, durch Sandlawinen ums Leben gekommen. Vermutlich wuchsen zur Zeit der Dinos einige Pflanzen auf den Dünen, sodass diese erst bei plötzlichen Regengüssen einstürzten. Dann allerdings wurden die verschütteten Dinosaurier meist so schnell eingeschlossen, dass ein natürlicher Verwesungsprozess gar nicht erst einsetzen konnte. Aus diesem Grund befinden sich die gefundenen Fossilien oftmals in einem hervorragenden Zustand.

 

 


Marcel Keiffenheim
Wildkamele.
Unbekannte Überlebenskünstler aus der Wüste Gobi

Aus: http://www.greenpeace-magazin.de/archiv/hefte01/3_01/wildkamele.html
© Greenpeace

Drei Wochen war John Hare schon zu Fuß durch unerforschte Gebiete der chinesischen Wüste Gobi marschiert, als er im Frühjahr 1999 fast an seiner aufregendsten Entdeckung vorbeilief. Einer der Kameltreiber der britisch-chinesischen Expedition hatte noch mehr Kraft als der Rest der Gruppe. Er kletterte auf eine Sanddüne und winkte plötzlich aufgeregt. Hare stürmte ihm nach – und sah ein äußerst seltenes Tier: ein Wildkamel. Auch wenn der Brite als Spezialist für die Spezies schon auf früheren Expeditionen einigen der zweihöckrigen Wüstenbewohner begegnet war, faszinierte ihn der Anblick. „Das Tier trank von einer Quelle und hatte so viel Wasser geschluckt, dass sein Bauch so angeschwollen war, als ob es schwanger wäre.“ Die Tragweite seiner Beobachtung begriff er freilich erst, als er später selbst von der Quelle probierte: Das Kamel hatte Salzwasser getrunken.

Daran wäre jedes andere Landsäugetier gestorben. Nicht mal die für ihre Genügsamkeit bekannten Lastkamele vertragen so eine Brühe. Sie sind allerdings mit den wilden Namensvettern nicht enger verwandt als beispielsweise Wolf und Hund, sagt Professor Han Jianlin von der Universität Gansu, der derzeit die Gene der Wildkamele erforscht. Noch kann der chinesische Wissenschaftler nicht sagen, ob es sich um Vorläufer der Hauskamele oder eine ganz eigene Art handelte. Ebenso unklar sei, was die Wüstenbewohner befähigt, Salzwasser zu vertragen.

Hare glaubt allerdings nicht, dass sie es freiwillig trinken. „Weil die Menschen in die Lebensräume der Wildkamele vordringen, werden diese immer tiefer in die Wüste abgedrängt, wo es einfach kein anderes Wasser gibt.“ Bis 1996 sorgten ausgerechnet die in jeder anderen Hinsicht katastrophalen Atombombenversuche für den Erhalt der Art. Dann unterschrieb die Führung in Peking das Teststopp-Abkommen und öffnete die riesigen militärischen Sperrgebiete für Zivilisten. Goldschürfer und Glücksritter strömten in den wilden Westen Chinas, wo sie zur Frischfleischversorgung die Jagd auf Wildkamele begannen. Dabei bedienen sie sich mitunter besonders perfider Methoden: An Wasserstellen vergraben sie Minen; ein durstiges Kamel, das drauftritt, gibt anschließend immer noch ein gutes Gulasch ab. Hare schätzt, dass in der Gobi höchstens 600 Wildkamele dieses Gemetzel überlebt haben.

Immerhin konnte er aber die chinesische Regierung im vorigen Jahr überzeugen, 150 000 Quadratkilometer Wüste zum Schutzgebiet für die bedrohte Art zu erklären – ein Areal fast halb so groß wie Deutschland. Parallel hat Hare eine große Aufklärungskampagne angestoßen. Denn ohne Unterstützung der Bevölkerung können auch die neu eingestellten Wildhüter ein Aussterben der seltenen Tiere nicht verhindern. Bislang geht sogar sein eigener Expeditionsführer zwischen den Touren auf Kameljagd.

Aus: http://www.greenpeace-magazin.de/archiv/hefte01/3_01/wildkamele.html
© Greenpeace

 

LINK ZU BLINDE KUHFalls du dich besonders für Dinosaurier interessierst, kannst du dich auf der Seite der Kindersuchmaschine "Blinde Kuh" über interessante Websites informieren...

http://www.blinde-kuh.de/tiere/dinos/links.html

 

Wenn du gut aufgepasst und dir alles Wissenswerte eingeprägt hast, dann kannst du sicher den folgenden kleinen Test bestreiten. Wenn du den Test erfolgreich erledigt hast, erhältst du ein Passwort, mit dem du Zugang zu zwei Memorys erhältst...



Test
(Gobi und Dinos)


Memorys
Zugang nur mit Passwort
Du erhältst das Passwort, wenn du den Test erfolgreich bestanden hast...

 

 


 


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